Wechseljahre beim Mann – Teil 2

Lesedauer 4 Minuten

Die Andropause – Wechseljahre beim Mann
Wie zeigt sich das Alter beim Mann

Menschen altern, das ist sicher. Wie schnell sie aber altern, das hängt ganz von der Lebensweise ab. Denn neben dem genetisch bedingten Prozess des Alterns, können Dinge wie Stress, Übergewicht oder falsche Ernährung den Alterungsprozess beschleunigen.

Während ich Ihnen im ersten Teil zu dieser Reihe einen Überblick zum Thema Wechseljahre beim Mann gegeben habe, möchte ich in diesem Artikel ein wenig näher auf die Symptome des Alterns eingehen.

Die Wechseljahre gehören zum Alterungsprozess dazu

Die Wechseljahre des Mannes sind in unserer Gesellschaft weniger bekannt, gehören aber ebenfalls zum Phänomen des Alterns dazu. Mediziner nutzen in diesem Zusammenhang den Begriff Andropause. Mit der Andropause ist die Veränderung des Hormonhaushalts bei einem Mann gemeint.

Dieser Prozess ist schleichend und er bringt einige Symptome mit sich, die bei genauerer Betrachtungsweise kaum von den Symptomen des Alterns zu trennen sind. Daher sind die Wechseljahre beim Mann umstritten, auch wenn die spürbare Reduktion von Testosteron im männlichen Körper wissenschaftlich nachgewiesen ist.

Witz 12

Werbung

Wann startet der Alterungsprozess beim Mann?

Die Minderung des Sexualhormons beginnt etwa mit dem 40sten Lebensjahr und schreitet ab dann mit den Jahren voran. Im Alter von 55 bis 65 wird ein Pegel im Hormonhaushalt erreicht, wo sich dann die Andropause einstellt und zu unerwünschten Folgen im Leben eines Mannes führt.

Leider ist das Thema Wechseljahre beim Mann in unserer Gesellschaft ein Tabu-Thema. Die Auseinandersetzung mit der Andropause findet nur in sehr engen und vertrauten Kreisen statt. Das ist aber auch nicht verwunderlich, denn die Wechseljahre beim Mann gehen Hand in Hand mit dem Prozess des Altwerdens, der die Gesundheit und Lebensqualität erheblich verändern und Ängste auslösen kann.

Genetisch bedingte Symptome des Alterns

Wenn wir alt werden, setzt automatisch auch der Zerfall des Körpers ein. Bedingt wird das Ganze durch den Teilungsprozess unserer Zellen. Diese teilen sich etwa 50 mal in unserem Leben. Allerdings verlieren sie mit jeder Teilung ein Stück ihrer schützenden Chromosomenden, bis irgendwann auch elementare Bestandteile betroffen sind und DNS-Informationen verloren gehen. In diesem Prozess stellen die Zellen dann mehr und mehr den Teilungsprozess ein und es werden Alterserscheinungen sichtbar.

Werbung

HumorKachel mit Witz

Physische Altersleiden des Mannes

Im Alter lässt die Elastizität der Lunge nach. Dadurch kann sich die eingeatmete Luftmenge bis zur Hälfte reduzieren. Oftmals nehmen ältere Menschen diese Einschränkung erst dann wahr, wenn der Körper stärker belastet wird. Klassische Beispiele hierfür sind Treppen steigen oder Sport. Wenn allerdings Lungenschäden, verursacht durch übermäßigen Tabakkonsum oder Vorerkrankungen, vorliegen, kann es auch im Ruhezustand zur Atemnot kommen.

Neben den Lungen gibt es noch weitere Organe, die altern. So lässt die Sehkraft im Alter deutlich nach. Und auch das Hörvermögen ist betroffen. Besonders bei Männern ist der Hörverlust stärker ausgeprägt. In beiden Fällen gibt es mittlerweile gute medizinische Methoden, um den Verschlechterungsprozess der Augen und Ohren zu verlangsamen.

Selbst so Dinge wie Schmecken, Riechen, Schmerzempfinden oder Durst verändern sich im Alter. Besonders das Thema Trinken ist im Alter wichtig. Da das Bedürfnis zur Wasseraufnahme abnimmt, besteht die Gefahr des Mineralstoffmangels oder einer Dehydration.

Körperliche Veränderungen durch die Wechseljahre bei Männern

Mit dem Beginn der Andropause kann es zu körperlichen Veränderungen kommen. Während die vorangegangenen Beschwerden genetisch bedingt sind, gibt es auch Symptome aufgrund des Testosteronmangels im Blut.

Die bekanntesten Beschwerden sind Erektionsstörungen, Blasenschwäche oder Probleme mit dem Stoffwechsel. Zu den weniger bekannten Symptomen zählen Haarausfall oder Schmerzen im Rücken und in den Gelenken, die sich auf eine Arthrose zurückführen lassen.

Auch die Minderung von Muskelmasse bei alternden Männern ist kein rein genetisches Problem, sondern hängt auch mit Absinken des Testosteronspiegels zusammen.

Anzeige
Messeknecht, Handwerker, Messebauer

Witz 7

Altersbedingte Veränderungen in der Psyche

Insgesamt können die körperlichen Veränderungen in den Wechseljahren für einen Mann sehr belastend sein. Denn neben den genetischen Alterserscheinungen kommen nun weitere Belastungen hinzu, die die Lebensqualität einschränken. Daher wirken sich die Wechseljahre beim Mann oftmals auch auf die Psyche aus.

Zu den psychischen Symptomen gehören u.a. schnelle Erschöpfbarkeit, stärkere Reizbarkeit und eine verminderte Vitalität. Besonders die letzten Jahre im Berufsleben können dann für einen Mann anstrengend werden, da er weiterhin volle Leistung bringen muss.

Besonders Entscheider leiden darunter, da es ihnen immer schwerer fällt, neue Herausforderungen zu meistern. Diese gefühlte Schwäche kann sehr frustrierend sein. Antriebslosigkeit und Depressionen sind oftmals die Folge.

Psycho-soziale Veränderungen in der Andropause

Psychische Altersleiden beeinflussen das Leben stark. Besonders die Familie, aber auch Freunde oder Kollegen leiden oft mit den Betroffenen. Woran liegt das?

Ältere Männer neigen in den Wechseljahren zur fehlenden Flexibilität bei Auseinandersetzungen und konträren Meinungen. Altgewohnte Dinge werden so lange wie möglich erhalten und selten wird Neues in das Leben gelassen. Zudem können mangelhafte Empathie oder egozentrisches Verhalten auch Symptome der Wechseljahre sein.

Insgesamt neigen ältere Menschen zur Introvertiertheit, selbst wenn sie in jüngeren Jahren eher extrovertiert waren. Das beeinflusst die Kommunikation mit anderen Menschen. Wegen des fehlenden Austausches oder bei Missverständnissen kann es schnell zu Ausgrenzungen kommen. Im Ergebnis fühlt sich der alternde Mensch dann nicht mehr verstanden oder nicht mehr up-to-date.

Alle diese Faktoren beeinflussen sehr stark das eigene Selbstwertgefühl und soziale Kontakte werden vermieden. In diesem Fall ist die Rede von psycho-sozialen Folgen.

Maßnahmen gegen die Andropause

Welche Symptome man als Mann in der Andropause abbekommt, ist sehr unterschiedlich und schwer vorherzusagen. Sie werden durch individuelle Umstände, Lebensstil und auch genetisch beeinflusst. Es ist kein Geheimnis, dass der bestehende Testosteronmangel gut behandelbar ist. Jeder Mann kann Maßnahmen ergreifen, um die negativen Auswirkungen des Alterungsprozesses zu reduzieren.
Wenn Sie wissen wollen, welche Maßnahmen gegen die Andropause helfen, dann lesen Sie jetzt den dritten Teil der Serie.

Weiterlesen – Teil 3  – Tipps wie Männer über 55/60 glücklich altern

Humor
Darmwitz 2

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.