Männerleiden Ü 60 – Teil 3

Lesedauer 3 Minuten

Die Sache mit der Prostata und der Erektion 

Lesedauer ca. 2:55 Min.

Zugegeben, es ist schon sehr peinlich. Das kleine Geschäft wird verrichtet, man wartet noch ein paar Sekunden, schüttelt vielleicht noch etwas und wiegt sich in Sicherheit. Und genau in dem Moment, in dem alles verpackt ist, tröpfelt es noch etwas nach. Es ist wie verhext!

Aber liebe Männer, es gibt einen einfachen Grund warum ihr das ein oder andere Mal damit ein Problem habt. Schuld an der Misere hat die Prostata. Ausgelöst durch eine schleichende Veränderung der Hormone vergrößert sich diese im Laufe der Jahre. Aber an dieser Stelle bitte nicht vom Ernstfall ausgehen – Vergrößerung bedeutet in diesem besonderen Fall keine schlimme Erkrankung.

Vielmehr sind von der Vergrößerung nahezu alle Männer jenseits der 60 betroffen. Die vergrößerte Prostata drückt jetzt auf die Harnröhre. Der Urin kann jetzt nicht mehr so schnell abfließen und das führt dann am Ende zu den bekannten Effekten. Das ist unschön, für den ein oder anderen auch peinlich aber kein Schicksal in das Mann sich ergeben muss.

HumorKachel mit Witz

Werbung

Mann verändert sich mit den Jahren

Oft sind es die kleinen Änderungen, die eine große Wirkung nach sich ziehen. Da wäre an erster Stelle die Position beim Wasserlassen zu nennen. Tatsächlich ist es so, dass das Urinieren im Stehen tatsächlich das Nachträufeln begünstigt. Es wird also an der Zeit die Stellung zu ändern. Setzen Sie sich einfach auf die Toilette und spannen und entspannen die Beckenbodenmuskulatur.

Und geben Sie sich etwas Zeit beim Wasserlassen. Und siehe da, das Problem relativiert sich. Wer mit dieser Lösung immer noch nicht zufrieden ist, dem sei auch ein wenig Beckenbodengymnastik ans Herz gelegt. Natürlich darf an dieser Stelle eines nicht vergessen werden – eine Vergrößerung der Prostata kann auch andere Ursachen haben. Wenn Sie also Probleme beim Wasserlassen feststellen, dann sollten Sie schon Ihren Hausarzt konsultieren.

Vielleicht sprechen Sie dieses Thema auch im Rahmen der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen an, die Sie schon aus eigenem Interesse durchführen sollten. Ihr Arzt kann dann zumindest feststellen, dass Sie auch im Club aufgenommen wurden und Ihr Nachträufeln auf einen harmlosen Grund zurückzuführen ist. 

 Ein weiteres häufiges Problem beim Mann jenseits der 60 kann eine Erektionsstörung sein. Und leider ist diese für die Partnerin auch direkt sichtbar und spürbar. Für den Mann eine unangenehme Erfahrung, denn das Kopfkino ist schon lange in Betrieb und auch die Lust ist da.

Aber die Zeichen deuten in eine andere Richtung. Unter Umständen entsteht sogar eine ungesunde Abwärtsspirale, bei der bereits beim Vorspiel der Gedanke an eine Erektionsstörung die Probleme noch verstärkt. Welche Wege gibt es, um aus dieser Abwärtsbewegung auszubrechen? 

Werbung

HumorKachel mit Witz

Als Erstes empfiehlt sich der Weg zum Arzt. Dieser kann mit Ihnen über die Symptome sprechen. Eine Blutentnahme kann dann weitere Erkenntnisse bringen. Ist der ermittelte Testosteronspiegel in Ordnung, dann spricht vielleicht auch einiges dafür mit dem Partner das heikle Thema anzusprechen. Aber auch bei einer Erektionsstörung kann eine häufige Beckenbodengymnastik Verbesserungen bringen.

Alternativ kann der Arzt auch ein Medikament verschreiben. Allerdings sollten Sie bei der Einnahme vorher die Packungsbeilage beachten, den Viagra und Co. besitzen einige Nebenwirkungen und sind auch nur für einen begrenzten Zeitraum effektiv. Keinesfalls sollten Sie bei diesen Medikamenten nach der Devise operieren, dass Viel auch viel hilft.

Viagra und Co sind in der vorhandenen Dosierung schon sehr wirkungsvoll und es gibt mittlerweile einige Medikamente, die nach Einnahme über einen ganzen Tag ihre Wirkung entfalten. Und für den Fall, dass die Blutuntersuchung einen Testosteronmangel zeigt, gibt es ebenfalls die Möglichkeit einer Behandlung. In diesem Fall wird Ihnen Ihr Arzt Testosteron verabreichen können. Aber auch hier gilt, dass diese Behandlung ausschließlich durch einen Arzt durchgeführt werden sollte.

Und bitte lieber Männer – denkt an dieser Stelle auch verantwortlich. Diagnosen und Medikamente solltet ihr nur euren Ärzten überlassen. Bitte gehen Sie zu Ihrem Arzt, wenn die Probleme erstmalig auftreten. Und versuchen Sie auf keinen Fall irgendwelche Potenzsteigernden Mittel im Internet zu bestellen, für die kein Rezept notwendig ist. 

HumorKachel mit Witz

Werbung

Sie sind über 60? Wie genießen Sie das Leben? Schreiben Sie uns Ihre Ideen in die Kommentare!

Hier geht es zur Startseite zurück!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.