Männerleiden Ü 60 – Teil 2

Lesedauer 3 Minuten

Es gibt sie – die Wechseljahre für den Mann 

Lesedauer ca. 2:40 Min.

„Weil nicht sein kann, was nicht sein darf“ – dieses Zitat geht auf Christian Morgenstern zurück. Aber während jede Frau diese Phase in der Lebensmitte mit mehr oder weniger deutlichen Symptomen durchlebt ist es bei uns Männern etwas differenzierter. In der Vergangenheit wurde die Existenz der Wechseljahre beim Mann in der Wissenschaft angezweifelt.

Anzunehmen ist, dass viele Wissenschaftler dabei den naheliegenden Vergleich zu den Wechseljahren der Frau vorgenommen haben. Während bei einer Frau nach dem Ende der Wechseljahre keine Fruchtbarkeit mehr gegeben ist, können Männer bis in das hohe Alter noch Kinder zeugen. Wer also die Frage der Fruchtbarkeit oder Zeugungsfähigkeit in den Mittelpunkt seiner Überlegungen stellt, der wird die Wechseljahre beim Mann leugnen. 

Stehen dagegen aber Fragen in Bezug auf eine hormonelle Umstellung und damit einhergehende körperlicher und seelischer Veränderungen im Vordergrund, dann gibt es eindeutige Indizien für die Wechseljahre beim Mann. In der Wissenschaft wird für diesen Prozess beim Mann auch der Begriff „Klimakterium virile“ verwendet.

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In diesem Zusammenhang treten beim Mann ebenfalls Veränderungen des Hormonspielegels ein. Allerdings ist dieser Prozess von Mann zu Mann deutlich unterschiedlich. Gleiches gilt für den Zeitraum und den Zeitpunkt, ab dem der Testosteronspiegel zu sinken beginnt. Tatsächlich ist es sogar so, dass nur ein Teil der Männer ab dem 60. Lebensjahr einen deutlich zu niedrigen Testosteronspiegel aufweisen. Damit ist auch Entwarnung für all diejenigen gegeben, die schon einen Termin beim Urologen vereinbaren wollten. Aber was sind die gängigen Symptome, die auf eine Testosteronveränderung hinweisen könnten?

Häufig wird ein Rückgang der Libido als eine Ursache genannt. Andere Symptome, wie bspw. ein Antriebsmangel oder aufkommende Verstimmungen sind ebenfalls häufig in der Literatur zu finden. Daneben wird auch immer wieder eine deutliche Zunahme des Bauchumfangs als ein Indiz für eine schleichende Veränderung des Testosteronspiegels genannt.

Nicht selten geht dieses Wachstums des Bauches auch mit dem Rückgang der Muskelmasse einher. Und da Muskelmasse deutlich mehr Kalorien verbrennt bedeutet das für Sie eine Sorge aus zwei Richtungen. Zum einen verlieren Sie durch einen möglichen Testosteronabbau ohnehin schon Muskelmasse und gleichzeitig wächst auch noch der Bauch.

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Da kann Man(n) schon mal verzweifeln. Aber einen Fehler sollten Sie an dieser Stelle jetzt nicht begehen – erlauben Sie sich keine selbsterfüllende Prophezeiung. Denn nicht selten fühlen sich Menschen plötzlich krank, nur weil sie von Symptomen gelesen haben, mit denen sie seit Jahren problemlos gelebt haben. Und das ist auch die gute Nachricht. Ihre Beschwerden können auch ganz andere Ursachen haben und müssen nicht zwangsläufig mit einem Testosteronmangel in Verbindung stehen. 

Neben der beruhigenden Nachricht, dass nicht jeder Mann in gleichem Umfang von einem Rückgang des Testosteronspiegels betroffen ist, gibt es aber noch eine zweite viel wichtigere Botschaft. Sie persönlich können auch selbst etwas bewirken.

Wenn bspw. der Bauchumfang zunimmt, dann ist es vielleicht an der Zeit einmal über das eigene Essverhalten nachzudenken. Oftmals finden sich an dieser Stelle immer wieder einmal eingefahrene Abläufe und Ernährungsmuster, die Ihnen das Leben unnötigerweise erschweren. Daneben sollte auch ein Blick auf das eigene Bewegungsverhalten geworfen werden. Vielleicht sind Sie wirklich etwas träger geworden in den letzten Jahren?

Vielen von uns gefällt manchmal die Antwort auf diese Frage nicht – aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und nichts lässt sich schwerer ändern als eine einmal liebgewonnene Gewohnheit. Wer sich aber immer noch unsicher ist, der sollte einmal beim Arzt überprüfen lassen, ob der Hormonspiegel wirklich gesunken ist. Der Testosterongehalt wird dabei über eine Blutprobe ermittelt. Und sollte der Wert wirklich deutlich niedriger liegen, dann hat der Arzt die Möglichkeit über die Zugabe von Testosteron den Wert wieder anzupassen. 

Weiterlesen – Teil 3Die Sache mit der Prostata und der Erektion 

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