Grillen mit Niveau und ohne Blut – ab 50zig

Lesedauer 5 Minuten

Die bessere Art, richtig zu Grillen

Eine Reaktion auf „veganfreies Männergrillen“ von Heinz – 

Grillen ist ein Stück Lebensfreude. In einer angenehmen Gesellschaft zusammen sitzen, am liebsten an öffentlichen Plätzen, wie dem Volksgarten in Köln oder dem Aasee in Münster. 

Denn neben dem Grillen an sich, geht es doch auch um die Augenfreuden, welche in dieser Jahreszeit, in der wir Schönwettergrillern üblicherweise unserer Lebensfreude mit diesem Event zum Ausdruck bringen, mit sich bringt. – Okay, ich gebe zu, da gibt es auch Sehenswürdigkeiten, die aus einem Gruselfilm entstammen könnten und deren Bilder man(n) nie wieder aus dem Kopf bekommt. Aber am Ende des Tages erinnert man(n) sich doch nur an die schönen Augenblicke des Tages.

Das richtige Equipment

Ein Grillevent will gut vorbereitet sein, damit es stressfrei und entspannt zugehen kann. Ich persönlich bevorzuge es beim Grillen „vernünftig“ zu sitzen. Darum habe ich einen Faltstuhl  mit eingelassenem Getränkehalter in der Armlehne. Mit über 50 will ich nicht mehr auf dem Boden rumrutschen. Zum Essen habe ich mir vor Jahren eine kleine Biergarnitur aus dem Baumarkt geholt. Ich finde es fürchterlich, mein Essen auf dem Schoss zu balancieren. 

Auch wenn ich es stilvoller finde, mit richtigem Besteck von vernünftigen Tellern zu essen, bin ich aus Bequemlichkeit dazu übergegangen, Holzbesteck und Pappteller bei Außenevents mitzunehmen. Die braucht man am Ende des Tages nur in die mitgebrachten Mülltüten zu stopfen und der Abwasch ist gemacht. 

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Für die Zubereitung köstlicher tierproduktfreier Speisen wie Spieße, Datteln im Auberginenmantel, fleischfreier Würstchen … (dazu später mehr) habe ich mir, ebenfalls schon vor Jahren einen transportablen Gasgrill zugelegt. Einer meiner besten Ideen. 

      • Man macht ihn an und er ist heiß. 
      • Man dreht die Flamme auf und es wird heißer. 
      • Man dreht die Flamme runter und der Grill ist aus und wird kalt – wunderbar. 

Kein Stundenlanges herumgehampel bis man endlich mit dem Grillen anfragen kann. Und wenn man nach einer Pause wieder etwas Appetit hat, ist der Grill in fünf Sekunden wieder einsatzbereit. Echt geil!

So sitze ich beim Grillen also in meinem Faltstuhl, halte in der einen Hand eine Flasche alkoholfreies Bier (vorzugsweise ein nordisches Pils, das hat Geschmack, nicht wie die kölsche Plörre) und in der anderen Hand eine Grillzange. Meine Augen streifen auf der Suche nach Unterhaltung in der Gegend umher und auf meinem Gasgrill brutzelt langsam und leise bei genau der richtigen Hitze mein blutfreies Essen. Mein Frau leistet mir Gesellschaft und gemeinsam amüsieren wir uns über die anderen Leute, während die Kinder ihren Geschäften nachgehen. – Man, das sind die besten Momente im Leben.

Fleisch macht nur Fett und Faul

Um es gleich einmal vorweg zu nehmen, Wurst bedeutet nicht gleich „Fleischgericht“. Wurst ist nur die Umschreibung für Speisen, die in einem Darm abgefüllte sind bzw. waren. Früher gab es nämlich nur Naturdärme und seit den 1990 Jahren gibt es auch Kunststoffdärme. 

Es handelt sich bei der Wurst also nur um eine natürlich, praktische Form, um Essen zu lagern und zu transportieren. Somit sind fleischfreie Würstchen kein Versuch, Fleischprodukte nachzumachen, sondern eine praktische Möglichkeit leckeres Essen zu transportieren und zuzubereiten. 

Der absolute Vorteil veganer Würstchen sind ihr Geschmack, die beschwerdefreie Verdauung und sind nicht so fettig. Außerdem liegt veganes Essen nach dem Verzehr nicht so schwer im Bauch, womit das Suppenkoma wesentlich geringer ist bzw. völlig ausfällt. 

Was ich auch immer gerne zum Grillen nehme, sind Spieße. Sie lassen sich gut vorbereiten, sind schmackhaft, abwechslungsreich und schnell zubereitet – auf einem Gasgrill. Eine schöne Auswahl veganer Gerichte findet man z. Bsp. auf Chefkoch de

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Neben Pilzen, gegrilltem Knoblauch, Tomaten usw. sind dann da auch noch die leckeren veganen Dipps. Da sie keine Milch (oder das, was die Konsumenten von den Brüsten stillender Mütter gezapfter Flüssigkeit dafür halten) enthalten, sind diese Geschmacksverstärker weniger gegen Sonneneinstrahlung anfällig. Sie kippen nicht um und lassen sich auch noch nach einem ganzen Tag in praller Sonne genießen, z. Bsp. mit einem französischem Baguette. 

Zu alt, um niveaulos zu Grillen

Im Gegensatz zum anspruchslosen Grillvergnügen, wie Heinz es in seinem Artikel „Männergrillen – 5 simple Tipps für den veganfreien Grillspaß“ beschrieben hat, bin ich der Überzeugung, dass man(n) sich mit den Jahren weiterentwickeln muss. 

Wer sich mit über 50 immer noch wie ein Testosteron gesteuerter Teeny verhält, 

      • ich kann aber mehr Fleisch essen,
      • mehr Alkohol vertrage als du 
      • und schöner bin ich auch noch,

muss sich nicht wundern, wenn er eines Morgens aufwacht und feststellt, das er nicht mehr mithalten kann. Die jungen Leute erholen sich naturbedingt schneller, als alte Säcke, die durch den übermäßigen Fleischkonsum hervorgerufenen körperlichen Probleme, wie Gicht, Impotenz, Fettleibigkeit und mangelnden weiblichen Kontakt (Männergrillen) nach einem Männergrillabend erst einmal zum Arzt müssen, um sich mit schmerzlindernden Medikamenten zu versorgen. 

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Völlerei ist out. Mit dem Alter heißt es „Klasse“ statt „Masse“. Mit Qualität versüßt man sich das Leben. Wenn schon Fleisch auf dem Grill landet, dann doch gutes. Eines, dass mit einem Gasgrill auf den Punkt genau zubereitet ist und nicht wie bei einem Holzkohlegrill von einer Seite schwarz verbrandt und auf der anderen Seite labbrig und lau ist. Dazu viel unterschiedliches Gemüse, um den Gaumen mit einer großen Anzahl von Aromen zu erfreuen. 

Anstatt sich mit einem 0815 Bier, dass sich geschmacklich von keiner anderen „Volksplörre“ unterscheidet, glänzt man(n) im Alter mit Charaktergetränken. Solche, die sich von anderen Getränken gut unterscheiden lassen. Etwas, das man mit Mitte zwanzig nicht zu schätzen weiß und sich erst ab 50 leisten kann. Wie die richtigen Frau. 

Es ist doch so. Lieber verbringe ich meine Zeit mit der richtigen Frau. Eine, die mich versteht und durch die meine Erlebnisse zur Qualitätszeit werden, als mit vielen jungen Mäuschen, die sich beim Essengehen nur vom Beilagensalat ernähren und meine Zeit zu „Fastfood“ machen. – Es sei den, man(n) will mit einem Herzinfarkt durch Potenzmittel vorzeitig im Bett sterben – was aber nur alte Männer wollen! Und ich fühle mich dank veganes Essens noch zu jung dazu!

Von Michael, dem Vegangriller

Sage uns deine Meinung? Lieber Masse oder Klasse im Leben? – Schreibe es in die Kommentare.

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